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OpenAir im Schlosshof 2014

Liebe Kino-Freunde,
bald wird der Schlossplatz weitgehend verkehrsfrei sein und dadurch eine wesentlich höhere Verweilqualität erhalten. Gut, dass die Stadtoasen und unsere Kinovereine bereits gelungene Beispiele für die kulturelle Belebung des Areals gegeben haben:
Die ersten Open Air-Kinonächte im vergangenen Jahr haben beim
Publikum und bei den Veranstaltern gleichermaßen Lust auf eine
Fortsetzung dieses sommerlichen Kulturereignisses gemacht.
Fast alles hatte bei diesem als Versuch gestarteten Projekt
gestimmt: Die Filmauswahl, die Organisation, die Atmosphäre, die
Verpflegung durch den alevitischen Verein sowie die Zusammenarbeit
zwischen dem „Kino Klub K 3“ des Göppinger Kunstvereins
und dem Verein „OPEN END Kino Communale“. Nur eines galt es
noch zu optimieren: Das Wetter. In der Hoffnung auf stabiles
Spätsommerwetter haben die Veranstalter die Filmnächte dieses
Jahr auf September verlegt. Zudem dürften die letzten Sommertage
viele Menschen motivieren, Open Air-Angebote wahrzunehmen.
Ich freue mich jedenfalls sehr auf die 2. Göppinger Open-Air-
Kino-Nächte, diesmal gibt es sogar noch eine dritte Veranstaltungsnacht.
Mir bleibt nur noch mein herzlicher Dank an alle Beteiligten, den
Initiatoren und Helfern dieser Veranstaltung, dem Team des
Amtsgerichts Göppingen sowie dem Staatlichen Liegenschaftsamt
in Schwäbisch Gmünd für die Überlassung des Schlosshofes.
Und dann hätte ich noch einen Wunsch:
Bitte im nächsten Jahr weitermachen!
Ihre
Gabriele Zull

Erste Bürgermeisterin der Stadt Göppingen

 

 

 


Donnerstag, 4. September, 21:00 Uhr

La Grande Bellezza – Die große Schönheit

Ein alternder Schriftsteller aus Rom, der gerade 65 Jahre alt geworden ist, spürt ein wachsendes Unbehagen am Müßiggang seines Lebens, das in einer Endlosschleife aus Luxus und Leere gefangen scheint. Ein melancholisch-träumerischer, hypnotisch-verführerischer Film über Exzess, Dekadenz und das eitle Geschwätz der gehobenen Gesellschaft, der mit einer Fülle glänzender filmischer Miniaturen über Sinn und Sinnlosigkeit des Daseins philosophiert. Zugleich eine filmhistorisch raffinierte Hommage auf Federico Fellinis Filmklassiker „Das süße Leben“, die hinter all der Pracht und Schönheit nach Momenten
erfüllter Gegenwart fahndet.


Freitag, 5. September, 21:00 Uhr

Broken Flowers

Ein anonymer Brief veranlasst einen antriebsschwachen Mann, sich auf die Suche nach der Mutter seines unbekannten und mittlerweile erwachsenen Sohns zu begeben, in deren Verlauf er mit vier Ex-Geliebten konfrontiert wird, die alle als mögliche Mutter in Frage kommen. Die lakonische Tragikomödie über verpasste (Lebens-)Chancen beleuchtet weiße Mittelschicht-Milieus quer durch die USA, wobei einzelne skurrile Charaktere mitunter allzu karikiert werden. Ein spröder, gleichwohl unterhaltsamer Film, dessen höchst eindrucksvoller Hauptdarsteller in seiner Rolle aufgeht, und der mit der Botschaft aufwartet, dass nur das Leben im Hier und Jetzt sinnvoll ist.


Samstag, 6. September, 21:00 Uhr

American Hustle

Lose an einen realen Polit-Skandal aus den späten 1970er-Jahren angelehnte Dramödie über einen Trickbetrüger, der mit seiner Geliebten im Auftrag eines FBI-Agenten korrupte Politiker überführen soll.
Als auch noch die Mafia mitmischt, entwickelt sich ein gefährlicher Strudel aus Verführung und Täuschung, der überdies von der neurotischen Ehefrau des Betrügers befeuert wird. Dank eines großartigen Soundtracks lässt der detaillierte Ausstattungsfilm nicht nur die Zeit wiederauferstehen, sondern entwickelt mit cleveren Verwicklungen, maliziösen Dialogen und perfekt getimten Plansequenzen eine mitreißende Dynamik. Während der Balanceakt der glänzend besetzten Gauner, Agenten, Politiker und Mobster von Eitelkeiten, Habgier und Eifersucht vorangetrieben wird, schlummert unter dem überdrehten „Hustle“ immer auch der Wunsch nach Selbstoptimierung und Liebe.