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Film und Musik am Schloss 2019

Donnerstag 01.08.19
Astrid
Regie: Pernille Fischer Christensen , (DK, S, D 2019)   120 Min.

Nachdem Astrid Lindgren eine unbeschwerte Kindheit verbracht hat, sehnt sie sich nach einem Leben voller Selbstbestimmung. Bei der örtlichen Tageszeitung fängt sie als Praktikantin an und verliebt sich in den Herausgeber Blomberg. Kurz darauf wird Astrid mit 18 Jahren unverheiratet schwanger. Sie gibt den Sohn zu einer Pflege-mutter nach Kopenhagen und lebt selbst in Stock-holm. Als die Pflegemutter aber schwer erkrankt, muss Astrid Lasse zu sich holen. Nun steht das Mutter-Sohn-Duo vor der schwierigen Aufgabe, wieder zueinanderzufinden. Doch dank Astrids Fantasie und Kreativität und vor allem ihrem Talent fürs Geschichtenerzählen gestaltet sich das anfangs schwierige Unterfangen zunehmend leichter. Und so legt Astrid den Grundstein für ihre Karriere als Autorin von Werken wie „Pippi Langstrumpf“ und „Ronja Räubertochter“

„Astrid“ ist ein starkes Künstlerinnen-Biopic, das einen zutiefst berührt und uns die „Pippi Langstrumpf“-Schöpferin zudem mit völlig neuen Augen sehen lässt.


Freitag 02.08.2019
BlacKkKlansman
Regie:  Spike Lee, Adam Driver (USA 2018) 136 Min.

Die Siebziger in Colorado Springs: Ron Stallworth ist der erste Schwarze, der beim Polizeidepartment angenommen wird. Seine Arbeit besteht zunächst aus Undercover-Einsätzen bei Veranstaltungen der Black-Power-Bewegung – bis er einfach mal den Ku-Klux-Klan kontaktiert. Er bittet telefonisch um Aufnahme und wird so tatsächlich Mitglied. Ron gibt sich als weißer Rassist aus, was aber nur so lange klappen kann, wie er nicht an einem örtlichen Treffen teilnimmt. Wann immer es um Rons Anwesenheit bei einer der unmaskierten Ku-Klux-Klan-Veranstaltung geht, springt also der jüdische Kollege Flip ein, der dann die aus den Telefongesprächen bekannte Stimme imitiert.

BlackKklansman“ ist im Kern ein verdammt unterhaltsamer 70er-Jahre-Copfilm mit erstaunlich viel Humor – und gerade weil er das ist, treffen die Spitzen gegen das rassistische System der vergangenen hundert Jahre von der Veröffentlichung von „Geburt einer Nation“ 1915 bis zur Wahl von Donald Trump 2016 so besonders kraftvoll ihr Ziel.


Samstag 03.08.2019
Green Book
Regie: Peter Farrelly; (USA 2019), 130 Min.

Die USA im Jahr 1962: Dr. Don Shirley ist ein begnadeter klassischer Pianist und geht auf eine Tournee, die ihn aus dem verhältnismäßig aufgeklärten und toleranten New York bis in die amerikanischen Südstaaten führt. Als Fahrer engagiert er den Italo-Amerikaner Tony Lip , der sich bislang mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten und etwa als Türsteher gearbeitet hat. Während der langen Fahrt, bei der sie sich am sogenannten Negro Motorist Green Book orientieren, in dem die wenigen Unterkünfte und Restaurants aufgelistet sind, in dem auch schwarze Gäste willkommen sind, entwickelt sich langsam eine Freundschaft zwischen den beiden sehr gegensätzlichen Männern.

Die beiden Hauptdarsteller werden zu Hoffnungsträgern in einer Welt, wo Freundschaft zwischen Schwarzen und Weißen auch 50 Jahre später noch keine Selbstverständlichkeit ist.